Was sind unsere Ziele?
Ein Netzwerk der Hilfe für in Not geratene Retriever zu bieten – gleichwohl ob sie nun Abgabehunde oder ehemalige Vermehrer’zucht’hunde sind
und
Aufklärung im Sinne einer verantwortungsvollen Hundezucht jenseits der Vermehrung zu leisten.
DAS IST UNSER WEG
Auf unserer Homepage finden Sie Informationen rund um den Retriever, zur Zucht und Informationen zum Welpenkauf.
In dem angeschlossenen Forum stellen wir in Form von Pflegetagebüchern unsere Notf(a)elle vor.
Die Tagebücher geben einen Einblick in den Alltag der Hunde, für die wir ein neues Zuhause suchen und bieten Ihnen die Möglichkeit, sich ein umfassendes Bild zu machen.
Durch Kontaktbesuche von Usern des Retriever-Netzwerk wird versucht für die Hunde eine optimale Unterbringung und Vermittlung zu gewährleisten.
…Retriever-Notf(a)elle von A bis Z!
A wie ABGABEHUNDE
aus Familien kommen aus den unterschiedlichsten Gründen zum Retriever-Netzwerk. Oft sind es Zeitmangel oder Probleme, die auf unsachgemäßen Umgang beruhen, manchmal aber auch menschliche Schicksale.
Abgabehündin, 9 Jahre
Auch wenn ihre Geschichte zumindest teilweise bekannt ist, entpuppen sich Abgabehunde leider häufig auch als ’Wundertüten’, die Sachverstand und Hundeerfahrung bedürfen. Außerdem werden immer wieder Hunde abgegeben, die sehr krank sind.
In der Regel handelt es sich bei den Abgabehunden nicht um Hunde aus VDH- Zuchten. Deren Züchter würden sich im Falle einer Notlage um die in ihrer Zucht geworfenen Hunde kümmern. Es sind meist Hunde aus Hobby- und Vermehrer-/ Massenzuchten.
Abgabehündin, ca. 2,5 Jahre
Z wie ‚Z’UCHTHUNDE
die vom Retriever-Netzwerk übernommen werden können, haben ihr bisheriges Dasein bei Vermehrern in Zwingeranlagen, Lagerhallen, Ställen, Kellerverschlägen gefristet, einzig um Welpen zu produzieren, die für ‚kleines’ Geld auf dem Markt angeboten werden. Häufig werden diese ’Zucht’hündinnen mit Hormonen ’vollgepumpt’, um bis zu dreimal im Jahr gedeckt werden zu können. Inzucht, die zu Krankheiten und Verhaltensauffälligkeiten führt, ist nicht selten.
Viele von ihnen sind traumatisiert, verängstigt, krank, verbraucht. Sie sind in der Regel nicht an ein Leben in einer Familie gewöhnt. Diese Hunde brauchen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Geduld und Toleranz für ihre Resozialisierung.
Lela, 6 Jahre und Thelma ca. 1,5 Jahre, ehemalige Zuchthündinnen


Das Retriever-Netzwerk arbeitet ausschließlich mit der Unterbringung in Pflegestellen.
Unser Argument für die Arbeit mit Pflegestellen ist, vor allem die kranken und geschundenen Hunde optimal medizinisch versorgen, betreuen und auf ihr weiteres Leben vorbereiten zu können. Auf diese Art und Weise können die Hunde zudem besser charakterisiert werden und damit erhöhen sich ihre Chancen auf eine positive Vermittlung.
Wir suchen Menschen, die diese Retriever-Notf(a)elle adoptieren den Abgabehund aufnehmen, ihm die Familie ersetzen, die er oft aus traurigen Anlässen verlassen musste,
aber gerade auch dem ehemaligen ‚Zucht’hund zum ersten Mal in seinem Leben ein liebevolles und artgerechtes Heim geben.
Nehmen Sie Kontakt auf und senden uns Ihrem Namen, Adresse und Festnetznummer, wir rufen schnellstmöglich zurück.
Nachfolgend möchten wir Ihnen einige unserer ehemaligen ‘Zucht’hündinnen und Notf(a)elle vorstellen von der Ankunft beim Retriever-Netzwerk bis heute
Sie kamen zum Teil als lebende “Wracks”, aber sie haben uns vertraut. Sie haben sich mehr oder weniger schnell im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu ‘normalen’ Hunden entwickelt.
Wir möchten Ihnen mit diesen Beiträgen Mut machen, das Abenteuer “Tierschutzhund von A bis Z” – vom “Abgabehund” bis zum “ehemaligen ‘Zucht’hund” einzugehen, sei es als Pflegestelle oder Adoptivfamilie und unterstützen Sie dabei, auch nach der Vermittlung.

LEAVY kam als ehemalige ‘Zucht’hündin im September 2007 zum Retriever-Netzwerk.
Sie wurde im Zwinger geboren und lebte bis 1 Woche vor ihrem 9. Geburtstag im Zwinger. Ihre einzige Aufgabe war die Welpenproduktion.
Sie kannte nichts von dem, was wir uns unter einem normalen Hundeleben vorstellen.
Wir stellten uns so einen „Kaspar Hauser auf vier Beinen” oder einen XXL-Welpen von neun Jahren vor.
Ihre Zähne waren Trümmer und Reste, sie hat eine Spondylose und ein beginnendes Cauda-equina-Syndrom. Eine Verknöcherung der Sehnen an den Vorderbeinen ist nicht mehr aufzuhalten.
LEAVY hat in diesen 11 Monaten große Fortschritte gemacht, täglich überrascht sie uns mit kleinen und großen Schritten, die sie Stück um Stück in ihrer Entwicklung vorwärts bringen.

GISI ist eine 6 Jahre junge ehemalige ‘Zucht’hündin und wurde im Februar 2008 vom Retriever-Netzwerk übernommen.
GISI hat beidseitig schwere HD und ED, eine Arthrose ist und war auch nicht zu übersehen.
Trotzdem wurden ihre letzten Welpen noch im Dezember 2007 geboren!
Sie hat ihrer Pflegefamilie ein unglaubliches Vertrauen entgegen gebracht, ihre dauernden Schmerzen haben sie bisher nicht daran gehindert, ein fröhlicher Hund zu werden.
GISI wurde von uns mit Goldakupunktur behandelt, erste kleine Erfolge zeigen sich, worüber wir alle sehr glücklich sind und hoffen, dass sie bald ganz schmerzfrei ihr neues Leben genießen kann.
Wahrscheinlich werden wir es nicht mehr erleben, dass unsere ‘Arbeit’ überflüssig wird und doch haben wir alle zusammen in den vergangenen drei Jahren einiges bewegt – uns macht das Mut, weiter die Strände unserer Gesellschaft abzusuchen und die Seesterne, die uns begegnen ‘aufzuheben’ und zu versuchen, auch für sie ein klein wenig, gerne auch mehr die Welt zu verändern.
Urheberrecht und © – Retriever-Netzwerk 2008-






