Wir brauchen keine Papiere für unseren Welpen
Züchten ist kein Pappenstiel und vermehren kein Kunst!
Immer wieder lesen und hören wir von potentiellen WelpenkäuferInnen, dass es ihnen nicht wichtig ist, dass der Welpe Papiere hat, ‚…wir wollen ja nicht züchten und billiger sind die Welpen dann auch‘.
Gerade Papiere, damit meine ich die, die ehrliche Auskunft über die Zucht, d.h. die Welpen, Eltern, Groß- und Urgroßeltern geben.
Ich habe Papiere von ehemaligen Zuchthündinnen, der ‚Züchter‘ ist nicht dem VDH angeschlossen, allerdings sind alle Hunde gesundheitlich top, da legt er Wert drauf.
Was ihn aber nicht davon abhält, Hündinnen mit jeder (fast) Hitze zu belegen, vielleicht ein Grund, warum er keinem Zuchtverband angeschlossen ist.
Das ist für mich kein verantwortungsvoller Züchter, nur weil er gesunde Elterntiere hat.
Was aber ebenso wichtig ist, ist die Prägephase und die Sozialisierung der Welpen, nicht erst ab der 8. Woche wenn der Welpe beim Käufer einzieht, die beginnen ein paar Wochen früher. Was ist mit der Wesensfestigkeit?
Lassen Sie sich auch die Ergebnisse der Wesenstest‘ der Eltern etc. zeigen, sie sind nicht weniger wichtig.
Retriever aus verantwortungsvoller Zucht benötigen u.a. einen erfolgreichen Wesenstest, damit sie die Zuchtzulassung von ihrem Verband erhalten.
Wie sollen Welpen, die im Zwinger oder Stall groß werden, an ein Leben in der Familie gewöhnt sein?
Schließlich suchen doch die meisten Welpenkäufer einen Familienhund.
Mit freigekauften TS-Welpen stoppt man nicht die Produktion der Welpen, man unterstützt damit nur den Abverkauf der ‚Ware Hund‘ und es wird weiter produziert.
Meinungen wie “das Elend wird nicht aufhören wenn 1000 Menschen keine Welpen kaufen‘ die ja schon geboren sind“, machen nachdenklich und traurig.
Sind das nicht möglicherweise 1000 Menschen die einen Welpen aus schlechter ‚Zucht‘ kaufen?
Sind das nicht 1000 Welpen zu viel?
Das sind Durchschnitt 125 Deckakte, sind 125 Trächtigkeiten bei Hündinnen!!! Unter welchen Bedingungen? So?
Weitere 1000 Welpen aus Profit produziert, von Zucht kann man wahrscheinlich nicht sprechen.
Zum Teil kranke Welpen, verhaltensauffällig, weil Inzucht, da deckt der Rüde mal eben eine Hündin auch der Nachzucht.
1000 Welpen, die aus Mitleid gekauft werden oder nur weil sie billig sind?
Hier zwei Beispiele, Tracy, ca. 2,5 Jahre (der ehem. Besitzer kannte noch nicht einmal ihr genaues Alter), könnte auch eine von diesen 1000 Welpen gewesen sein.

Als sie krank wurde, Geld kostete, wurde sie in einem jämmerlichen Zustand abgegeben.
Warum, gen. Defekt oder von Menschen misshandelt?
Auf unsere Fragen wird man uns keine Antworten geben (können).
Kosten, von Tierschützer bisher aufgebracht : ca. 2.000,00 Euronen, Ende offen (aktueller Stand Dez. 2009: ca. 5.500,00 EURO – fünftausend -!).
Tracy hat sich weiter entwickelt, ist eine tolle Hündin geworden, sucht aber immer noch die Familie, wo sie Liebe und Geborgenheit erfahren darf.
Pflegetagebuch von Tracy
Vermittlung: Tracy ist seit Oktober 2009 vermittelt, sie hat sich ein wunderbare Familie ausgesucht, sie wird geliebt und sie liebt ihre Menschen.
Dies könnte eine der Hundemütter sein, die mit ihren ca. 6 Jahren ?X? dieser 1000 Welpen produziert hat.

Auch dieser Welpenproduzent nannte sich ‚Züchter‘ und meinte: sie humpelt ab und zu vorne rechts ein wenig (…)
Ein wenig war beidseitig schwerste ED und HD, Arthrose usw.
Sie konnte kaum laufen, wurde u.a. mit Gold-Akupunktur behandelt, GsD mit Erfolg.
Tierschützer brachten dafür ca. € 1.500,00 auf. Den Profit aus den Welpenverkäufen hat der ‘Züchter’ eingesteckt, nicht in TÄ-Behandlungen investiert.
Was mindestens so verwerflich ist, dass sie es an ihre Welpen möglicherweise vererbt hat.
Den Welpenkäufern wird es nicht mitgeteilt und da sie ja “keine Papiere brauchen”, erfahren sie auch nichts über die Erkrankungen, die diese Hundemutter ggf. weitervererbt hat.
Tja, somit wären wir dann wieder bei den Tracy’s, die dann abgegeben werden weil … eine Kette ohne Ende.
Nur zwei von ungezählten Hunden aus verantwortungslosen Zuchtbetrieben, nur zweimal Hundeleid und – elend, auch sie waren einmal Welpen.
Man muss nicht am Ende der Kette stehen um sagen zu können:
... ich habe einen Hund gerettet, am Anfang der Kette stehen und versuchen, das erst kein oder weniger Leid und Elend entstehen, wäre das nicht der Weg?
Stoppen können wir das ganze Elend nicht, aber reduzieren, indem man diese sogen. ‚Züchter‘ nicht noch unterstützt, Mitleid ist ein schlechter Berater.






